MENÜ

nutrition FAQs

zurück zu Nachhaltig sein

Fragen, die uns häufig zu Nachhaltigkeit gestellt werden

Was bedeutet „tut gut”?

Unser Markenversprechen lautet „Schmeckt gut, tut gut”. Das bedeutet, dass alles, was wir machen, immer gut schmeckt und gut tut. Unsere Produkte tun Dir gut, weil wir gesunde, natürliche Zutaten verwenden. Aber auch der Umwelt tun sie gut, denn wir spenden jährlich 10% unserer Gewinne für den guten Zweck (das meiste davon geht an die innocent Stiftung). Darüber hinaus bemühen wir uns, unserem Geschäft auf bewusste Weise nachzugehen und Verantwortung für die Auswirkungen unseres Unternehmens auf Gesellschaft und Umwelt zu übernehmen. Über dieses Engagement kannst Du mehr unter der Frage „Was bedeutet ‚nachhaltig angebaut’?“ nachlesen.

Was bedeutet „nachhaltig angebaut”?

Unser Versprechen nur „nachhaltig angebaute“ Rohstoffe zu verwenden, bezieht sich auf alles Aspekte unseres Unternehmens und damit auf unser gesamtes Engagement für Nachhaltigkeit.

Wenn wir neue Produkte entwickeln, achten wir auch immer darauf, dass auch die neuen Produkte gut schmecken und gut tun. Die Verwendung von gesunden Zutaten, die mit überschaubaren und kontrollierbaren Auswirkungen auf den Planeten erzeugt werden, ist das Fundament unserer Nachhaltigkeitsstrategie.

Das spiegelt die Tiefe unseres Engagements für die Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen wider. Die innocent Werte sind die Wurzeln für alles, was wir tun. Deshalb ist Nachhaltigkeit auf allen Ebenen unserer Organisation essenziell – jeder innocent Mitarbeit hat das Thema Nachhaltigkeit in seiner Rolle und seinen Verantwortlichkeiten verankert.

Unser Frucht-Mindeststandard-Programm läuft seit fast einem Jahrzehnt, in dem wir unsere Farmer Risikobewertungen und Überprüfungen unterziehen, um festzustellen, ob wir mit ihrem Engagement für faire Sozial- und Umweltstandards zufrieden sind. Wir ziehen manchmal zertifizierte Früchte vor, investieren aber alternativ auch in nachhaltige Agrarprojekte, wo wir große Herausforderungen sehen. Vor kurzem haben wir damit begonnen die Plattform „Sustainable Agriculture Initiative“ (SAI) zu nutzen. Hier kannst Du mehr über unsere Arbeit erfahren.

Seit 2003 sind wir Pioniere bei der Verwendung von recyceltem Kunststoff für unsere Smoothie-Flaschen und alle unsere Kartons sind FSC-zertifiziert. Unsere Fertigungspartner berichten seit 2008 auch in Nachhaltigkeits-Leistungskennzahlen.

Wer ist die Rainforest Alliance?

Die Rainforest Alliance setzt sich dafür ein, die Biodiversität zu bewahren und nachhaltige Lebensgrundlagen zu gewährleisten, indem sie Landnutzungspraktiken, Geschäftspraktiken und Verbraucherverhalten verändert. Sie achtet nicht nur auf Rechte und Wohlbefinden der Arbeiter, sondern schützt auch die Ökosysteme auf den Farmen, was die Biodiversität fördert. Wir glauben, dass dieser nachhaltige Ansatz der beste ist. Eine gut geführte Farm mit motivierten Mitarbeitern bedeutet bessere Qualität der Früchte und bessere Produktivität. Was für uns wiederum heißt, dass wir schönere Früchte bekommen und die Bauernhöfe rentabler sind.

Warum zieht Ihr Rainforest Alliance Fairtrade und „bio“ vor?

Wir denken, dass all diese Standards wertvoll sind. Wir bevorzugen Rainforest Alliance deshalb, da sie viele viele Themen abdecken und sich für unsere aktuellen Geschäftspraktiken gut eignen. Fairtrade ist am effektivsten für kleine Bauernhöfe und Genossenschaften, während „Bio“ sich auf Umweltfragen fokussiert. Flexibilität ist für uns jedoch wichtig, da wir sicherstellen müssen, dass wir die Vielfalt, Qualität und Quantität der Zutaten kaufen können, die wir benötigen. Das wäre nicht möglich, wenn wir nur mit einem Zertifizierungsprogramm arbeiten würden.

Unsere Früchte kommen aus der ganzen Welt, von Tausenden verschiedenen Bauernhöfen aller Arten und Größen - große Plantagen, Genossenschaftsgruppen, kleine Familienfarmen und sogar aus dem Amazonas-Regenwald. Dies bedeutet, dass es kein Zertifizierungssystem gibt, das alle Länder, Früchte und die Nachhaltigkeitsprobleme abdeckt, die wir für unser Geschäft brauchen und für wichtig halten. Uns geht es vor allem darum, ein Zertifizierungssystem zu finden, das am besten zu uns passt. Während wir glauben, dass Fairtrade vor allem für soziale Fragen eine sehr effektive Zertifizierung ist, ist es für die Fruchtvielfalt und verschiedenen Herkunftsorte, die wir brauchen, leider nicht weit genug verbreitet und würde uns in unserer Kaufflexibilität erheblich einschränken. Wir begegnen sozialen Fragen durch unsere SAI-Mindeststandards.

In Hinblick auf „Bio“, wollen wir den Einsatz von Pestiziden und anderen agrochemischen Substanzen auf unseren Früchten minimieren – deshalb ist das eine Anforderung in den innocent SAI Mindeststandards für unsere Obstbauern. Unsere Standards sollen auch eine Verwendung der Pestizide, die vom „Pesticide Action Network“ gelistet werden, verhindern. Um die Sicherheit unserer Getränke sicherzustellen, führen wir während der Erntezeit unabhängige Tests mit Hilfe von autorisierten Laboren durch. Diese Testergebnisse zeigen, dass nichts gefunden werden konnte. Damit liegen wir natürlich im sogenannten Maximum Residue Limit (MRL), das gesetzlich erlaubt ist. Dennoch überprüfen wir diese Vorgehensweise jedes Jahr und aktualisieren unsere Testverfahren laufend.

Werdet Ihr zukünftig mehr zertifiziertes Obst kaufen?

Wir werden es versuchen, wo es geht. Für bestimmte Länder und Früchte ist das aber nicht möglich. Da die Rainforest Alliance aber laufend neue Zertifizierungsgebiete erschließt, wie zum Beispiel den Ananasanbau, werden wir weiter an unserer Partnerschaft arbeiten. Auch neue Maßstäbe für neue Früchte entwickelt die Rainforest Alliance laufend, die wir auf deren Eignung für unsere Farmer überprüfen. Neben Obst zertifiziert sie auch Kaffee, Kakao und Forstwirtschaft. Hier kannst Du mehr darüber erfahren.

In der Zwischenzeit konzentrieren wir uns auf den Einsatz unserer SAI-Mindeststandards um die Arbeitsweisen in den landwirtschaftlichen Betrieben zu überprüfen. Darüber kannst du hier mehr erfahren.

Macht Ihr Euch Sorgen über lange Lebensmitteltransportwege?

Ja das tun wir. Deshalb transportieren wir unsere Früchte ausschließlich über den Land- oder Seeweg. Wir transportieren sie niemals per Luftfracht. Unsere Früchte kommen von vielen verschiedenen Orten, aber wir bemühen uns, so viele wie möglich aus Europa zu beschaffen. Wenn es jedoch um tropische Früchte wie Mangos und Passionsfrucht geht, müssen wir woanders hinschauen. Unsere Überzeugung ist es, erst die besten Früchte zu finden und dann den besten Weg, um sie in unsere Flaschen zu füllen. Nur so können wir sicherstellen, dass unsere Getränke die besten sind. Interessanterweise haben wir in unserem CO2-Audit festgestellt, dass unsere Lebensmitteltransportwege weniger als ein Drittel unserer Gesamtbilanz ausmachen. Um größere Reduktionen zu erreichen, müssen wir vor allem an den Bereichen Verpackung und Abfüllung arbeiten. Dennoch bedeutet das nicht, dass wir nicht auch ständig auf der Suche nach dem effizientesten Weg sind, um unsere Früchte zu transportieren.

Kauft Ihr Früchte lokal?

Wenn es um Obst geht, ist es uns am wichtigsten, dass es am besten schmeckt und dass es natürlich ist. Natürlich ist Obst natürlich, aber nur durch den Kauf von Früchten aus den Gebieten, die für diese besonderen Sorten am besten geeignet sind, können wir den Aufwand reduzieren, der für deren Anbau sonst notwendig wäre (sei es Energie oder Agrochemikalien). Derzeit kommen mehr als die Hälfte der Früchte, die wir kaufen, aus Europa. Unsere tropischen Früchte wie Mango, Ananas und Bananen müssen natürlich einen etwas weiteren Weg zurücklegen.

Wir beachten aber immer auch den sozialen Nutzen. Indem wir Produkte zum Beispiel auf den Märken weniger entwickelten Nationen kaufen, ermöglichen wir den lokalen Gemeinschaften dringend benötigte Einkommen zu verdienen.

Wie lautet Euer Ansatz im Hinblick auf nachhaltige Verpackung?

Wir wollen unsere Verpackung so nachhaltig wie möglich gestalten. Um die Nachhaltigkeit unserer Verpackung zu überprüfen, messen wir den CO2-Fußabdruck jeder unserer Verpackungen. Unsere Methode um den CO2-Ausstoß dann zu reduzieren, sieht in etwas so aus:

Weniger verwenden: so wenig Material wie möglich pro Packung einsetzen

Keine neuen Sachen verwenden: so viel recyceltes oder nachwachsendes Material wie möglich nutzen

Schließe den Kreis: Materialien und Packungsformate einsetzen, die leicht zu recyceln sind

Reduziere die Auswirkungen: Verwende Verpackungen, die einen niedrigen CO2-Fußabdruck pro Milliliter Inhalt haben

Natürlich sorgen wir auch dafür, dass unsere Verpackung den Job macht, den sie tun muss – denn wenn eines der oben genannten Dinge zu erhöhter Verschwendung unserer Produkte führt (zum Beispiel durch Beschädigung beim Transport oder eine Verringerung der Haltbarkeit), wäre das auch nicht im Sinne der Nachhaltigkeit. In unserem Fall ist die Umweltbelastung durch die Verpackung sogar geringer als jene durch das Produkt selbst.

Um sicherzustellen, dass wir uns immer verbessern, setzt unser Verpackungs-Team jedes Jahr wichtige Verbesserungsprojekte um. Jedes neue Verpackungsstück wird auch anhand der obenstehenden Kriterien beurteilt und diese Bewertung beeinflusst auch die Gestaltung der Verpackung.

Schließlich arbeiten wir auch an der Nutzung von pflanzlichen Kunststoffen in unseren Flaschen. Darüber kannst Du hier lesen.

 

Wie wählt Ihr Eure Verpackungsmaterialien und -formate?

Wir wählen unsere Verpackungen anhand von drei Kriterien: Was ist am besten für unser Produkt und unsere Konsumenten geeignet und was ist aus Sicht der Nachhaltigkeit am besten geeignet. Bisher hat das für unsere Plastikflaschen bedeutet, recycelte Materialien zu nutzen und zu versucht, sie so leicht wie möglich zu machen. Momentan setzen wir uns damit auseinander recycelten Kunststoff mit Biokunststoffen zu kombinieren. Für all unsere Kartons benutzen wir „Forest Stewardship Council“, also FSC-zertifiziertes Papier. So stellen wir sicher, dass das Papier aus Wäldern stammt, die hohen Umweltstandards entsprechen.

Was ist der Unterschied zwischen „recycelt” und „recycelbar”?

Viele Materialien sind heutzutage recycelbar, das heißt sie haben das Potenzial, gesammelt zu werden und zu neuen Dingen weiterverarbeitet zu werden. Zum Beispiel kann aus Papier wieder Papier gemacht werden. Kunststoff kann wieder zu Kunststoff verarbeitet werden.

Wenn etwas „recycelt“ ist, also Recyclingmaterial enthält, dann besteht es entweder zu einem Teil oder zur Gänze aus Material, das früher schon etwas anderes war.

Sind Eure Kartons aus zertifiziert nachhaltigen Materialien (wie FSC)?

Wir freuen uns, dass wir sagen können, dass alle unsere Kartons aus 100 % Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziertem Karton gemacht sind. Die Zertifizierung stellt sicher, dass das Papier aus Wäldern stammt, die hohen Umweltstandards entsprechen, wo Waldarbeiter fair behandelt werden und das Forstunternehmen investiert, um sicherzustellen, dass der Wald noch lange weiterbesteht.

Wenn Du mehr über die großartige Arbeit des FSC erfahren möchtest, besuche ihre Seite: http://www.fsc-deutschland.de.

Wieso benutzt Ihr nicht Glasflaschen?

Während Glasflaschen auf den ersten Blick wie die richtige Antwort auf die Nachhaltigkeitsfrage aussehen, gibt es hier eine Menge weitere Aspekte zu beachten. Glasflaschen sind schwer und nehmen beim Transport viel Platz ein, da sie nicht komprimiert werden können. Um Glasflaschen zu transportieren, egal ob leer oder voll, braucht es also viel Platz und damit mehr Treibstoff, was wiederum für mehr CO2-Emissionen sorgt. Es werden auch erhebliche Mengen an Energie benötigt, um sie zu waschen und dann wieder an alle Abfüllstellen zurückzuverteilen. Glas erfordert auch viel Energie in der Herstellung und dann auch, wenn es recyclet wird, da große Hitze benötigt wird, um es wieder einzuschmelzen.

Sowohl unsere Kartons als auch unsere neuen Plastikflaschen sind viel leichter, verwenden weniger Material bei gleicher Produktmenge und brauchen weniger Energie in der Herstellung.

Wenn Glasflaschen nur einmal verwendet werden, haben die Überprüfungen ergeben, dass die Alternativen im Hinblick auf Nachhaltigkeit effizienter sind.

Warum haben Eure Flaschen eine etwas ungewöhnliche Farbe?

Wenn man recyceltes Material verwenden, ist es schwer, eine konsistente Farbe des Plastiks zu erhalten. Das ist so, weil der recycelte Kunststoff zuvor viele verschiedene Farben und Formen hatte. Ihn wieder völlig durchsichtig zu bekommen, ist nicht ganz so einfach. Wir haben hart daran gearbeitet, Sortieranlagen zu integrieren, damit wir das beste verfügbare Plastik verwenden können, dennoch wird recyceltes Plastik immer eine leichte Tönung haben.

Seit wir 2007 unsere zu 100 % recycelte Plastikflasche eingeführt haben, haben wir festgestellt, dass die Farbe des Plastiks immer schlechter wurde. Das ließ auch unsere Smoothies seltsam aussehen, da das verfärbte Plastik auch die Produktfarbe beeinflusst hat. Deshalb mussten wir unsere zu 100 % recycelte Plastikflasche vorübergehend auf eine zu 35 % recycelte Plastikflasche reduzieren. Die gute Neuigkeit ist, dass wir laufend daran arbeiten und zum Beispiel bei unseren kleinen Smoothie- und Saftflaschen inzwischen wieder bei 50 % recyceltem Plastik angelangt sind.

Stellen die Flaschen ein Risiko für meine Gesundheit und Sicherheit dar?

Unsere Flaschen sind absolut sicher. Wir haben EU-Richtlinien und Gesetze, die Prozesse und Sicherheitsparameter festlegen, die jedes recycelte Material, das mit Lebensmitteln in Berührung kommt, erfüllen muss. Diese Gesetzgebung soll sicherstellen, dass keine aktiven Chemikalien vom Kunststoff an den Inhalt der Flasche abgegeben wird. In Europa unterliegt die Verwendung von recycelten Kunststoffen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, der Richtlinie 2002/72/EC vom 6. August 2002, obwohl einige Länder auch eigenen Richtlinien haben, zum Beispiel Frankreich.

Wir haben PIRA beauftragt unabhängige Tests durchzuführen, um die Performance des ausgewählten Materials in unserer Flasche zu beurteilen. Zusätzlich erhalten wir auch Rechtsberatung von einer Anwaltskanzlei, die Experten in der Lebensmittelgesetzgebung sind, um sicherzustellen, dass wir bie allem, was wir tun den Gesetzen entsprechen.

Gibt es Probleme, wenn man recyceltes Plastik verwendet?

Kleine schwarze Teilchen sind in rPET, das nicht auf einem hohen Level sortiert wurde, recht üblich. Je stärker das Plastik aussortiert wird, desto teurer wird jedoch das Material. Die Sortierung basiert auf Farbe und Qualität des Plastiks, das für die jeweilige Charge ausgewählt wurde.

Verfärbung ist ein Problem. Selbst mit dem höchsten selektiven Grad bei dem fast nur klares PET ausgewählt wird, wird es immer eine Verfärbung des Plastiks aus der Wiederverarbeitung geben. In der nächsten darunterliegenden Klasse gibt es in der Regel zahlreiche Formen der Verfärbung: Das liegt daran, dass diese Auswahl meist zahlreiche blaue Flaschen aus der Wasserflaschen-Industrie beinhaltet. Die Farbe des Plastiks kann daher blau, grau oder grün sein. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren, haben wir festgestellt, dass in unseren kleinen Flaschen 50 % rPET und in unseren Saft-Karaffen 25 % rPET am besten funktioniert.

Wie oft kann PET recycelt werden?

Durch Recycling verliert Plastik etwas von seiner ursprünglichen Qualität. Dies wird durch Schmutz, Verunreinigung und die Tatsache verursacht, dass sich der ursprüngliche molekulare Aufbau ändern kann. Studien haben gezeigt, dass PET, das – wie bei unseren Flaschen – als Lebensmittel-Verpackung eingesetzt wird, bis zu 10-mal recycelt werden kann, ohne dass eine Notwendigkeit für neuen Kunststoff besteht. Danach kann dem recycelten Kunststoff entweder etwas neues Material hinzugefügt werden oder das PET kann für verschiedene andere Dinge recycelt werden, wie zum Beispiel Fleecejacken, Gartenmöbel oder Teppiche. WRAP („Waste and Resources Action Programme“) hat uns gesagt, dass auf Basis aktueller Recyclingtechnologien, Recyclingquoten und Nachfrage ein rPET-Niveau von 35 % für alle PET-Verpackungen ein sehr positives Beispiel ist und ein Ziel auf das die gesamte Industrie hinarbeiten sollte.

Hat sich der Anteil von recyceltem Plastik bei Euren Smoothie-Flaschen verändert? Wenn ja, wie und warum?

Seit 2003 haben wir den Einsatz von recyceltem Kunststoff vorangetrieben, als wir damit begonnen haben 25 % recyceltes Plastik (rPET) in unseren Flaschen zu benutzen. 2007 haben wir dann unsere kleinen Flaschen aus bis zu 100 % recyceltem Kunststoff hergestellt. Im Jahr 2011 mussten wir den Inhalt wieder auf 35 % reduzieren, weil die Qualität des recycelten Kunststoffs bis zu dem Punkt zurückgegangen ist, wo der Kunststoff grau und trüb war.

Wir wollen, dass unsere Verpackung nachhaltig ist, aber wir wollen auch, dass unsere Smoothies hübsch aussehen und unsere Verpackung den Job macht, den sie machen soll. Wir wollten andere Unternehmen dazu inspirieren, recyceltes Plastik zu verwenden und demonstrieren, dass es damit gleich gut funktioniert, wie mit neuartigem Plastik. Das haben wir aber leider nicht geschafft.

Wir waren entschlossen, den recycelten Inhalt wieder zu erhöhen und hart mit unseren Lieferanten zu arbeiten, um klares, nicht verfärbtes Plastik aus recyceltem Kunststoff zu entwickeln. Dazu gehörten die Erstellung einer Farbspezifikation für recycelte Kunststoffe und die Einführung neuer Lasersortieranlagen. Die gute Nachricht ist, dass die Qualität verbessert wurde. Dieses Jahr konnten wir uns verpflichten, dass alle unsere Flaschen immer zu mindestens 30 % oder sogar mehr aus recycelten Kunststoff besteht. Tatsächlich sind alle unsere kleinen Smoothie-Flaschen schon aus 50 % recycelten Kunststoff.

Wir werden immer weiter an einer Verbesserung arbeiten. Der Einsatz von recyceltem Plastik für Lebensmittelverpackungen ist immer noch ziemlich neu und es wird sicher noch eine lange Reise sein. In der Zwischenzeit kannst Du helfen, indem Du Deine Flaschen weiter recycelst, damit es auch in Zukunft viel recyceltes Plastik gibt, mit dem wir weiterarbeiten können.

Benutzt innocent irgendeine Form von PLA-Verpackung?

2007 haben wir den Einsatz von PLA (Polylactide oder Polymilchsäure) für unsere „Yoghurt Breakfast Thickies“ in Großbritannien getestet - wir mochten das Material, weil es völlig aus erneuerbaren Ressourcen hergestellt wird und kompostiert werden kann. Nach den ersten Versuchen haben wir jedoch herausgefunden, dass PLA nicht ganz das richtige Material für uns ist. Während die Flasche aus einer erneuerbaren Ressource hergestellt wird, verwendet sie jedoch keinerlei recycelte Materialien. Weiters gibt es Bedenken bei der Verwendung von Nahrungsmitteln, um Kunststoffe und Treibstoffe herzustellen - denn sie können Land einnehmen, das für den Anbau von Nahrungsmitteln benötigt wird und damit die Preise von Nahrung hochtreiben.

Uns ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass wir nur Rohstoffe verwenden, die sonst Abfallmaterialien gewesen wäre. Auch bei der Beschaffung des Materials wollen wir in der Lage sein, sorgfältig zu überprüfen, dass die Rohstoffe verantwortungsvoll bezogen werden. Und schließlich wird noch nicht in jedem Haushalt kompostiert. Damit hat auch nicht jeder die Möglichkeit Nahrungsmittelabfälle zu sammeln. Auch von Kunststoff-Recyclern haben wir das Feedback erhalten, dass PLA-Flaschen im Recycling-Prozess zusätzliche Kosten verursachen und in manchen Fällen auch das Recycling von konventionellen Kunststoffen verhindern kann.

Wir haben uns für die Verwendung von mindestens 30 % recyceltem Kunststoff in all unseren Flaschen entschieden. In diesen wird Material verwertet, das sonst auf Deponien gelandet wäre und die Flasche selbst kann auch wieder recycelt werden.

Ich dachte, dieser Planet ist mit Wasser bedeckt. Wie kann das Wasser knapp werden?

97 % des weltweiten Wasservorkommens ist Meerwasser. Von den 3 %, die Süßwasser sind, sind drei Viertel als Eis in den Polkappen, Eisschilden und Gletschern der Erde gebunden. Damit bleiben nur 0,75 % als verfügbares Trinkwasser für uns, das Bewässern von Feldern und das Teilen mit allen Tieren, Pflanzen und Wäldern. Die Angelegenheiten wird noch komplizierter, wenn man bedenkt, dass die Nachfrage nach Süßwasser stetig wächst. Denk nur daran, wie die Bevölkerung wächst und wie Industrien wachsen. Der Zugang zu Wasser variiert enorm von Ort zu Ort und das ganze Jahr über. Und schließlich steigt auch die Wasserverschmutzung auf der ganzen Welt, was leider zu keiner Entspannung der Situation beiträgt.

Wird das Wasser also für alle knapp?

Wasserknappheit bezeichnet jenes Maß, das die Menge des vorhandenen Wassers ins Verhältnis setzt mit der Menge, wie viel Wasser tatsächlich verwendet wird. Wasserknappheit wird immer lokal gemessen, also ja, einigen Orte geht es besser als anderen. Aber auch Orte mit normalen Niederschlagsniveaus in Deutschland stehen vor großen Problemen. Das liegt vor allem daran, dass wir ganz schön viel von dem nassen Zeug benutzen. Sorge also dafür, dass Du den Wasserhahn zudrehst, während Du Deine Zähne putzt oder Deine Haar einschäumst. (Oder noch besser beides gleichzeitig machst.)

Was tut innocent gegen den bevorstehenden Wassermangel?

Wie auch alle anderen Umweltprobleme nehmen wir Wassermangel sehr ernst. Deswegen haben wir auch schon einige Zeit damit verbracht, den Wasserverbrauch unseres Unternehmens zu überprüfen. Dann haben wir uns auf eine Zutat für eine unserer wichtigsten Rezepturen konzentriert: auf die Erdbeeren für unseren Erdbeer-Banane-Smoothie. Seither haben wir immer wieder Chancen ergriffen, um unseren Wasserverbrauch zu minimieren. Über unser preisgekröntes Erdbeer-Wasser-Projekt kannst Du hier mehr erfahren.

Hast Du eine Frage zu den Produkten, die wir machen? Oder Vorschläge, was wir als nächstes machen sollten?

Schick uns eine E-Mail an hallo@innocentdrinks.de - wir freuen uns von Dir zu hören.