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Von saftig roten Beeren und Landwirtschafts-Helden

Hier bei innocent mixen wir kleine gesunde Drinks und haben große Träume: wir möchten die Welt besser hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben. So haben wir das Thema „Nachhaltigkeit“ seit der Gründung unseres Saftladens vor mittlerweile über 20 Jahren tief in unseren Werten verankert. Wie Du vor Kurzem hier auf unserem Blog lesen konntest, beziehen wir unsere Zutaten mit Anstand und bringen so Mensch und Natur in Einklang. Heute werfen wir einen Blick hinter die Kulissen unserer Obstbauern und stellen Dir unser gemeinschaftliches Wasserreduktionsprojekt vor.

Eine Reise nach Spanien zu unseren Erdbeeren

Die meisten unserer Erdbeeren stammen aus der südspanischen Provinz Huelva. Der Anbau gehört für die Menschen dort zu den wichtigsten Einnahmequellen. In Huelva liegt auch der Doñana-Nationalpark, der eines der ökologisch wichtigsten Feuchtbiotope Europas und das Zuhause von Millionen von Zugvögeln ist.

Darum haben wir überlegt, was wir tun können, damit die vorhandenen Wasserressourcen sowohl für die Erdbeeren als auch für den Nationalpark ausreichen. Um darauf eine Antwort zu finden, haben wir 2009 begonnen mit der Universität von Cordoba zusammenzuarbeiten und verschiedene Bewässerungsmethoden auszuprobieren. Nach einigen Experimenten haben wir herausgefunden, dass es möglich ist, Erdbeeren mit 10 % bis 40 % weniger Wasser anzubauen. Ohne Auswirkungen auf die Qualität oder die Erntemenge der saftigen Beeren.

Das meiste Wasser wurde eingespart, indem die Menge, die jede Pflanze benötigt, sorgfältig geplant wurde. Die Erdbeerpflanzen wurden nur dann bewässert, wenn es wirklich notwendig war. Außerdem wurde darauf geachtet, dass das Bewässerungsequipment stets gewartet wurde.

Zurück auf die Schulbank

Was wir gelernt haben, haben wir dann auch mit anderen Farmern aus der Region geteilt. 2014 haben wir uns mit der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) Platform und einer Reihe von Agrar- und Lebensmittelunternehmen zusammengetan, um gemeinsam an diesem Wasserreduktionsprojekt zu arbeiten.

Gemeinsam haben wir 77 Landwirte in 45 verschiedenen Techniken für dieses Wassermanagement geschult. Darüber hinaus sogar eine Meisterklasse für weitere 38 Berater von Farmern veranstaltet, um Experte auf diesem Gebiet zu werden.
Unser Training ist kostenlos und um die Botschaft zu verbreiten, haben wir unsere Arbeit für alle Beerenbauern zugänglich gemacht, indem wir soziale Medien genutzt haben, um unsere Top-Tipps zu teilen. Dies erreichte über 300 Landwirte, die fast 60 % der Beeren in der Region anbauen.

2016 gewann unser Projekt einen Guardian Sustainable Business Award (auf den wir ziemlich stolz sind) und drei Jahre später konnten wir in einem Jahr 500 Millionen Liter Wasser einsparen.

Während der Großteil unserer Arbeit jetzt erledigt ist, werden wir weiterhin mit unseren Landwirtschaftshelden zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass unser Projekt weiterläuft. Vielleicht nutzen wir unsere gewonnene Freizeit jetzt endlich mal, um der Sache „Erdbeeren sind gar keine Beeren“ auf den Grund zu gehen.

Wenn Du magst, kannst Du Dir hier gerne noch ein paar Eindrücke aus Spanien ansehen. Und wenn Dich danach das Fernweh packt, dann kannst Du Dich zumindest geschmacklich mit unserem neuen „Ananas, Erdbeere & Apfel“-Smoothie nach Spanien beamen.